Gründung der ÖGS-Sektion „Soziale Ungleichheit“

Gründung der ÖGS-Sektion „Soziale Ungleichheit“

Die Frage nach sozialer Ungleichheit ist eine Kernfrage der Soziologie. Gegenwärtige Gesellschaften strukturieren sich bekanntermaßen entlang von Merkmalen wie sozialer und regionaler Herkunft,  ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Bildungsniveau und der Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen (z.B. Klasse, Schicht, Milieu oder Generation). Diese Merkmale sind oftmals intersektional verknüpft und in ihren Bedeutungen ständigem Wandel und Aushandlungsprozessen unterworfen, in denen auch die Sozialwissenschaften eine wichtige Rolle hinsichtlich der Stabilisierung und Legitimation oder aber auch der Problematisierung sozialer Ungleichheit spielen. Als „Querschnittsmaterie“ kommt der Ungleichheitsforschung in zahlreichen soziologischen Forschungs- und Arbeitsfeldern eine große Bedeutung zu.

Die Sektion „Soziale Ungleichheit“ möchte die Beschäftigung mit verschiedenen Ansätzen und aktuellen empirischen Befunden vorantreiben und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit in der gegenwärtigen Gesellschaft beitragen. Dabei soll auch die Rolle der Soziologie in gesellschaftlichen Prozessen in den Blick genommen und reflektiert werden.

Ziele und Aufgabenstellungen der Sektion

Wir wollen im Rahmen der Aktivitäten der Sektion „Soziale Ungleichheit“ den verschiedenen Diskurslinien im Bereich der Ungleichheitsforschung ein Podium bieten, auf welchem die unterschiedlichen Ansätze aufeinander treffen und diskutiert werden können. Mit der Gründung dieser Sektion wollen wir darüber hinaus eine Lücke in der Sektionslandschaft der ÖGS schließen sowie die Beschäftigung mit sozialer Ungleichheit in Österreich institutionell verankern.

Zu den zentralen Aufgabenstellungen der Sektion „Soziale Ungleichheit“ zählen die Etablierung einer Plattform für ForscherInnen, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie dessen Einbindung in die thematische Diskussion und in die ÖGS. Wir wollen mit unserer Sektion einen Beitrag zur Vernetzung der unterschiedlichen Akteursebenen leisten: etablierte ForscherInnen mit wissenschaftlichem Nachwuchs zusammenführen, die Perspektiven der verschiedenen soziologischen Forschungs- und Arbeitsbereiche miteinander verknüpfen sowie Positionen anderer Fachdisziplinen miteinbeziehen.

Diese Ziele wollen wir im Rahmen von Diskussionsveranstaltungen, Tagungen und Publikationen verwirklichen. Die Aktivitäten richten sich dabei an ein soziologisches Fachpublikum, WissenschaftlerInnen benachbarter Disziplinen, AkteurInnen aus der Praxis sowie an ein breites, interessiertes Publikum.

Gründungsmitglieder:

Cornelia Dlabaja, Julia Hofmann, Lukas Hofstätter, Florian Huber, Michael Parzer

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