Aktuelles

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Nächster UNGLEICHHEIT-STAMMTISCH
am 15.11.2016 (Uni Wien)

Überleben in der Krisenzeit, Niederösterreich und Wien 1914–50

In ihrem Vortrag berichten Jessica Richter und Ulrich Schwarz (beide Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten http://www.ruralhistory.at/de) aus ihrer Forschungsarbeit zu Migration und Ernährung in der Phase vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zu den Nachwehen des Zweiten Weltkriegs. Diese Periode war einerseits durch politische Krisen der instabilen Etablierung demokratischer Institutionen und deren Auflösung im Austrofaschismus und Nationalsozialismus, andererseits durch eine stagnierende Wirtschaftsentwicklung, wiederholt hohe Erwerbslosigkeit, Armut und die Neuverhandlung von Staatsbürger_innenschaft und Zugehörigkeit geprägt. Wie organisierten ärmere Bevölkerungsschichten ihr (Über-)Leben in Krisenzeiten? Welche Schritte setzten Behörden, um Versorgung zu gewährleisten sowie unterschiedliche Einkommensmöglichkeiten zu unterstützen, sanktionieren oder zu hierarchisieren?

Außerdem stellen Jessica Richter und Ulrich Schwarz die Initiative „fernetzt – Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte“ http://fernetzt.univie.ac.at vor, die seit über fünf Jahren junge Forscher*innen der Geschichte und verwandter Fächer zusammenbringt und gemeinsame Projekte verwirklicht.

 

Nächster UNGLEICHHEIT-STAMMTISCH
am 31.5.2016 (Uni Wien)

Der nächste Stammtisch der Sektion Soziale Ungleichheit findet am 31. Mai, 19 Uhr, im Soziologischen Institut der Uni Wien, statt. Camilo Molina wird zum Dachausbau in der Leopoldstadt vortragen. Anschließend fröhliches Beisammensein im Gargarin. Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Zum Vortrag

Camilo Molina beschäftigt sich mit der Frage in welchem Verhältnis die Nutzung von Dachwohnungen und der Ausbau von Dächern zu Veränderung des Stadtviertels verhält. Führen Dachausbauten zur sozialen Durchmischung oder eher zur Entmischung der Bewohnerinnen? Welchen Bedeutung haben Dachwohnungen für Gentrifizierungsprozesse? Anhand von amtlichen Daten und einer BewohnerInnenbefragung untersucht Camilo die Entwicklungen im zweiten Bezirk. Die Vielfalt der Wohnsituationen widersprechen einfachen Erklärungsmodellen rund um die Nachverdichtung innerstädtischer Wohnviertel.

 

Präsentation Kurswechsel Heft 2 (2015):

Vermögensungleichheit, Kapitalismus und Demokratie

Dienstag, 3.11.2015, 19.00-21.00 (WU Wien: Galerie, Teaching Center)

Seit einigen Jahren hat sich die öffentliche und wissenschaftliche Debatte über die Verteilung von Einkommen und Vermögen spürbar intensiviert und durch Thomas Pikettys Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ weiter an Fahrt gewonnen. Die Aufbereitung neuer Datenquellen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse waren zentral, um die extrem schiefe Vermögensverteilung in den Blickpunkt zu rücken. Doch die Fragen, die sich aus diesen empirischen Einblicken ergeben, sind fundamentaler. Wie entsteht eine solch drastische Vermögensungleichheit im Kapitalismus? Durch welche Mechanismen und Wirkungskanäle wird sie aufrechterhalten? Über welche Kanäle wirkt ungleiche Vermögensverteilung auf demokratische Prozesse? Und welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für progressive Kräfte in Wirtschaftswissenschaft und -politik?
Die aktuelle Ausgabe des Kurswechsels versucht eine Annäherung an diese Fragestellungen, und beleuchtet (Re-)Produktion von Vermögensungleichheit im Kapitalismus. Bei der Präsentation, diskutieren AutorInnen der Ausgabe über diese Fragen. Nähere Informationen zur Ausgabe des Kurswechsels unter: http://www.beigewum.at/kurswechsel/

Programm:

Eröffnung & Moderation (Stefan Humer; Economics of Inequality, Wirtschaftsuniversität Wien)

Verteilungstendenzen im Kapitalismus (Bernhard Schütz; Ökonom am Institut für Volkswirtschaftslehre der JKU Linz)
Von den Leistungswilligen, Kreativen und Innovationstüchtigen (Julia Hofmann; Universitätsassistentin am Institut für Soziologie der JKU Linz, Redakteurin „Kurswechsel“)
Vermögenskonzentration und Macht (Matthias Schnetzer; Referent für Verteilungsfragen in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien, Lektor an der WU Wien)
Perspektiven und Grenzen pluraler Ökonomie (Franziska Disslbacher; VWL-Studentin, Projektmitarbeiterin an der WU Wien, aktiv in Studienvertretung und der Gesellschaft für Plurale Ökonomik)

Eine Veranstaltung von InEq, Beigewum und der Sektion Soziale Ungleichheit

 

Panels der Sektion beim ÖGS-Kongress 2015

Soziologie in Österreich – Internationale Verflechtungen

Ort: Universität Innsbruck
Zeit: 1.-3. Oktober 2015

Panel der ÖGS Sektion Soziale Ungleichheit: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung
Im Panel der ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit stehen Konjunkturen der soziologischen Ungleichheitsforschung in Österreich im Wandel der Zeit im Fokus, sowie Ungleichheitsforschung im interdisziplinären und im internationalen Kontext. Es soll diskutiert werden, wie sich die Erforschung sozialer Ungleichheiten, insbesondere durch die Internationalisierung von Forschung, in den speziellen Soziologien und in interdisziplinären Forschungsfeldern darstellt und verändert hat. Damit verknüpft werden die Fragen aufgeworfen: Welche Folgen haben Internationalisierung und Spezialisierung auf die soziologische Ungleichheitsforschung? Wie tragen welche internationalen Diskurse zur Wissensproduktion im Bereich österreichischer Ungleichheitsforschung bei und vice versa? Wie wirken sich Konjunkturen theoretischer Strömungen in der Soziologie auf die Erforschung sozialer Ungleichheiten aus und welche Ursachen finden sich hierfür etwa in wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen?

Session 1: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung I 

Moderation: Cornelia Dlabaja

  1. Herwig Meyer: Verstärkte Fokussierung auf das oberste Prozent
  2. Andrea Hense: Prekarität als Chiffre für die neue soziale Frage im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs
  3. Frank Welz: Wo warst du, Soziologie? Ungleichheitsanalysen von 1955-1985 und 1986-2015 im Vergleich

Session 2: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung II 

Moderation: Stefan Angel

  1. Cornelia Dlabaja: Stadt und Soziale Ungleichheit – Ein Forschungsgegenstand im Wandel
  2. Alban Knecht: Sozialinvestitionen und Humankapitalbildung – Die Neuentdeckung der Kindheit
  3. Bettina Leibetseder: Sozialpolitik – ein normativer Zugang

 

Get active!
E I N L A D U N G
4.Jahreshauptversammlung und Stammtisch der Sektion

Liebe Mitglieder der Sektion Soziale Ungleichheit, liebe Interessierte!

Der Sektionsrat der ÖGS-Sektion “Soziale Ungleichheit” möchte euch/Sie recht herzlich zur vierten Jahreshauptversammlung am 25.6.2015 um 17h30 am Institut für Soziologie, Uni Wien (17.30 bis 18.30, Besprechungsraum 4.Stock) einladen. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen!

Wie kann man in der Sektion aktiv werden? Durch die gemeinsame Organisation von Veranstaltungen, wie Tagungen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Publikationen, Lesungen, Interventionen und Exkursionen.

Die Sektion zählt gegenwärtig 83 Mitglieder, die die vielfältigen Veranstaltungen besuchen. Organisiert werden diese vom Sektionsrat und der Sektionssprecherin. Wobei wir immer auf der Suche nach aktiver Unterstützung und neuen Mitgliedern für den Sektionsrat sind!

Wer sich vorstellen kann, eine aktive Rolle in der Sektion einzunehmen, sollte dies am besten bis zum 23. Juni 2015 an uns kommunizieren – per E-Mail an sektion.sozialeungleichheit@gmail.com mit Informationen zu Person und Arbeitsschwerpunkten und Ideen wie er/sie sich einbringen möchte.

Der Stammtisch findet nach der Jahreshauptversammlung statt, bei dem wird Stefanie Stadlober aus ihrer Masterarbeit etwas präsentieren.

Das Programm der Jahreshauptversammlung ist  hier: Jahreshauptversammlung 2015 zu finden.

Wir freuen uns auf euch!

Die Sektionssprecherin
Cornelia Dlabaja

Der Sektionsrat
Julia Hofmann, Stefan Angel, Alban Knecht, Florian Huber, Carmen Keckeis und Roland Atzmüller

 

Lesung und Buchpräsentation: Flaschensammeln. Überleben in der Großstadt.

„Flaschensammlerinnen und Flaschensammler sind in Deutschland mittlerweile zum festen BestaFlaschensammlercoverndteil des Stadtbildes geworden. Gewusst wird über sie nur wenig. Hängt das Flaschensammeln mit Hartz IV zusammen? Gibt es auch Hobbysammler? In einem Forschungsprojekt machten Studierende der Hochschule München das eigentlich Naheliegende: Sie sprachen die FlaschensammlerInnen auf der Straße direkt an – mit Erfolg! Denn diese erwiesen sich schnell als auskunftsfreudig – und die Studierenden als hochmotiviert: Sie führten mehr als 30 Interviews und unterzogen sich aufschlussreichen Selbstversuchen. Sie beschrieben ihre Beobachtungen, transkribierten die besten O-Töne und stellten wagemutige Thesen auf. Sie sprachen mit jungen Immigranten, die vom Flaschensammeln leben, und mit deutschen Rentnerinnen, die noch den Pfennig ehren. Ihre Berichte erzählen von stolzen und schamhaften Flaschensammlern, von Hobbysammlern, Sammelprofis und Sammelsüchtigen, von Einzelgängern und Flaschensammlerfamilien und von Mama Afrika. Die Analyse des Flaschensammelns weist dabei weit über sich hinaus: Eine Klasse der Unterversorgten räumt die Reste des in der Öffentlichkeit feiernden und trinkenden Mittelschicht ab – und unser Umweltbewusstsein goutiert es.
Die Sektion Soziale Ungleichheit präsentiert das Buch „Flaschensammeln. Überleben in der Großstadt“ bei einer Lesung mit den Herausgeber Philipp Catterfeld und Alban Knecht.Wann: Am 22. Juni um 19 Uhr
Wo: in der Buchhandlung „Literaturbuffet“
Adresse: Rotensterngasse 2, 1020 WienÖffentlich erreichbar: U2, Station TaborstraßeUm Anmeldung unter office@literaturbuffet.com wird gebeten.

Jane`s Walk: Stadtexpedition Reumannhof

Walk Infos: http://janeswalk.org/austria/vienna/stadtexpedition-reumannhof/

Am 7.6.2015 ist es wieder Zeit für eine Stadtexpedition. Wir freuen uns euch, im Rahmen der Gemeindebaukunst Ausstellung, vom 1. – 10. September im West 46, den Spaziergang entlang der Ringstraße des Proletariats zu präsentieren. Die Ausstellung wird im Rahmen des Gemeindebaufestivals gemeinsam mit dem Verlag Neue Arbeit in Kooperation mit IgersAustria realisiert.

Wir starten unsere Entdeckungsreise beim Reumannhof und erkunden gemeinsam die Ringstraße des Proletariats. Gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach Kunst am Bau und die Architektur des roten Wiens. Dazu gibt es stadtsoziologische Hintergrundinfos zum roten Wien.

Damit verbunden ist ein Fotocontest im Rahmen der Ausstellung Gemeinde Bau Kunst, also taggt eure Fotos zum Thema Kunst am Bau, kunstvolle Gemeindebaufassaden und besondere Gemeindebauarchitektur mit dem Hashtag #gbk015 Ausgewählte Fotos werden für die Ausstellung gedruckt und ausgestellt. Die Ausstellung wird kuratiert von Cornelia Dlabaja und ist eine Kooperation von IgersAustria mit dem Verlag Neue Arbeit.

Der Jane’s Walk Vienna findet in Kooperation mit IgersAustria und der ÖGS Sektion Soziale Ungleichheit statt.
Treffpunkt: Reumannhof um 16h

Ansprechperson:
Geführt wird der Walk von der Stadtforscherin, Aktivistin und Instagramerin Cornelia Dlabaja, auf Instagram @conmion, Teil von IgersAustria.https://urbaneraumproduktionen.wordpress.com/

IgersAustria Connecting Instagrammers and mobile photographers in Austria instagram.com/igersaustria.at
Die ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit ist Teil der Österreichischen ÖGS – Österreichische Gesellschaft für Soziologie https://sozialeungleichheit.wordpress.com/

„Austria, Island of the Blessed?
Social Inequality and Wealth Distribution in Austria?

Ein Artikel von unseren Sektionsmitgliedern Roland Atzmüller und Julia Hofmann erschienen am Blog der International Sociological Association (ISA-Forum 2016): https://isaforum2016.univie.ac.at/blog/

Since 2008 the European Union has been in its, deepest economic and social crisis so far. There is a return of mass-unemployment and poverty; especially in Southern and Eastern Europe. Generally, social inequality is on the rise all over the member states. In this severe economic and social environment Austria is often presented as an exception, as one of the countries with the lowest unemployment rate in the EU (Eurostat calculation: 5%, national rate: 10%). Moreover, income inequality is much less pronounced than in other OECD countries and collective bargaining still covers about 90% of employees. While the relative success of the “Austrian Model” (Hermann/Atzmüller 2009) thus seems evident by international comparison, the outlined data tend to give an incomplete picture. Overarching indicators obscure an increasingly segmented and divided social structure. Therefore, a closer look at the social situation in Austria is necessary.

Economic development and trends on the labor market

The relative success of the “Austrian Model” in relation to its labor market performance, structures of social inequality and poverty rates are closely linked to the country’s economic position within the European Union and its severe economic imbalances which contributed to the crisis developments since 2008. Austria is – similarly to Germany – among the most export-oriented countries within the EU. But the viability of an export-oriented strategy is mostly based on a rather restrained development of wages and labor costs – especially if compared to other European countries –, negotiated under the Austrian system of social partnership.

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OECD 2014: Wage growth and productivity in Austria

In Austria – again similarly to Germany – the effect of wage moderation to foster exports was a considerable reduction of the wage share of GDP (by 15% to 20%, leaving a net wage share of the GDP of less than 60% since the early 1990s). The ratio between wage growth and productivity became more unequal in the last decades: Thus, since 1980 labor productivity increased far quicker than real wage rates. Eurostat data from 2013 shows that Austria is ranked on place 4 in terms of productivity within the EU countries.

Over the last decades real wage rates even stagnated. The average increase of real wages per year was 1% between 1990-2000, this was less than the average inflation rate. Statistik Austria Data even shows that yearly gross wages (after inflation) for the lowest three or four deciles decreased between 2002 and 2010, while remaining rather flat for the other deciles.

Notwithstanding the fact that the unemployment level in Austria is relatively low by international comparison, the unemployment rate has more or less increased continuously since the beginning of the crisis in 2008 – reaching an “all-time record” for the post-war period in 2015: Over 350.000 people are currently unemployed (5.6% according to Eurostat) plus over 60.000 people are currently in training and activation measures. This represents an increase of about 50% (in absolute numbers) since the onset of the financial crisis in 2008. Unemployment is highly concentrated among low-skilled people (below apprenticeship level). Their unemployment rate amounts to 25% nationally, almost 40% for low-skilled men in cities such as Vienna. Altogether, the low-skilled people amount for 45% of all unemployed.

Income inequality and wealth distribution

Compared to international developments, the income inequality levels are seemingly still rather moderate in Austria. Nevertheless a slow, but continuous rise in income inequality among Austrian households could be observed over the last two decades: The Gini coefficient rose between 1993 and 1999 from 23.8 to 25.2; between 2004 and 2010 it rose again from 25.3 to 25.6. When self-employed households are included in the analysis the Gini coefficient was 26.1 in 2010. In the 1990ies especially the poorest segments in society lost ground; since the 2000s also the middle classes lose ground relative to the top: Between 1990 and 2011 the income share of the poorest 20% declined by 47% while the income share of the top 20% increased by 8%. The income share of the top 1% even rose by 16%. (www.verteilung.at; data: Statistik Austria).

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Gender pay gap (OECD 2013: 22)

These, still comparably moderate, levels of income inequality also obscure considerable inequalities between different social groups and strata (such as men and women or Austrian nationals and people with a migrant background). By taking these differences into account a rather segmented and increasingly polarized social structure in Austria can be revealed: According to OECD data, the gender pay gap in Austria is very high compared to international standards. This is linked to a conservative and familialistic welfare state model which fosters traditional gender divisions of labor through reliance cash transfers. A lack of child care places and the prevalence of traditional family norms put the burden to reconcile work and family life on women. This is reflected in lower labor market participation rates of women and relatively high rates of part-time employment (>45%). As the Austrian welfare system is employment-centered, this means that women face considerable problems in building up adequate social rights (e.g. for retirement).

The Gini coefficient also obscures the ethnic stratification in Austria: About 16% of the Austrian workforce is non-national. Their share among low-skilled employees is 25% with many foreign workers having experienced processes of disqualification. Consequently, they are confronted with a considerably higher rate of unemployment than Austrian nationals. (Absolute) unemployment figures of non-nationals have increased by more than 100% since 2008. Against the backdrop of these labor market problems for migrants it comes as no surprise that they also reveal higher rates of poverty than Austrian nationals.

Poverty rate (after social transfers) Gap
Austrian nationals 12% 19%
Austrian nationals with migrant background 18% 18%
Non-nationals 33% 29%

SILC 2014: Poverty rates

Another indication that some aspects of social inequality in Austria are obscured in the overall picture was recently shown by the HFCS survey (Household, Finance and Consumption Survey) of the European Central Bank: Austria is one of the countries with the highest inequality in the distribution of wealth and property. The Gini coefficient for gross financial assets was 0.66 in 2004. The data from the HFCS (2012) now even reveals a Gini coefficient for the distribution of wealth above 75% in Austria. It also shows how unequal the wealth distribution in Austria is: The top 1% owns around 40% of the gross assets in Austria; the poorer half (50%) owns only 2%. We can further see a high social closure in the distribution of wealth in Austria: Only 5% of the employed in Austria earn money through revenues from rents, interest rates or share-holds. Moreover, most of the time wealth and property is inherited: only 10% of the poorest households, but over 75% of the richest households expect inheritance.

Summary

Even though the social situation in Austria seems rather stable and less unequal or polarized by international comparison, our rather incomplete analysis raises some doubts about the future viability of the “Austrian model”. The social structures in Austria are increasingly polarized and segmented along gender and ethnic divisions. This reveals that even in countries which seemed to be less affected by the crisis or even gaining from it, certain social groups tend to lose out.

 

ARBEIT, SINN UND SORGE

Eine literarisch-musikalische Zeitreise
in Zusammenarbeit mit dem Museum Arbeitswelt und der Volkshilfe OÖ

DI 28.04.15, 19.00 Uhr, Museum Arbeitswelt Steyr

Arbeit, Sinn und Sorge © Museum Arbeitswelt14

Einladung als pdf

Eine musikalische Lesung beschreibt das Zusammenwirken von Arbeit, Armut und
sozialer Ungleichheit. Es entsteht ein unkonventioneller, zum Nachdenken anregender
Blick auf unsere Arbeitsgesellschaft – wie sie war und wie sie heute ist.
Die Soziolog/innen Cornelia Dlabaja, Alban Knecht und Christoph Reinprecht und
die Schauspielerin Ingrid Höller stellen alte und neue Texte vor, die von den sozialen
Bedingungen berichten, unter denen Arbeit zum Leiden an der Welt, aber auch zur
Würde werden kann. Die Lesung macht sichtbar, was viele Darstellungen verdecken:
Arbeit zu haben oder nicht zu haben, ist nicht nur eines von vielen anderen Merkmalen
eines Menschen, sondern bestimmt seine Existenz.
Dies verdeutlicht sich in Anna Weidenholzers Roman „Der Winter tut den Fischen gut“,
aus dem die oberösterreichische Autorin im Rahmen der Veranstaltung lesen wird.
In diesem viel beachteten Buch gibt Weidenholzer einer ehemaligen Verkäuferin im
Textilhandel Gesicht und Stimme – ohne Pathos und ohne plumpe Parteilichkeit, in einer
reduzierten, ausgesprochen präzisen Sprache von seltsam tröstlicher Schönheit.
Der Gitarrist Tobias Rischer begleitet die Veranstaltung mit vertonten Gedichten von
Theodor Kramer. Durch den Abend führt die Soziologin Julia Hofmann.
Die Veranstaltung wurde von der Sektion Soziale Ungleichheit der Österreichischen
Gesellschaft für Soziologie in Zusammenarbeit mit dem Museum Arbeitswelt und der
Volkshilfe OÖ entwickelt.

 

Einladung 23.1.2015

Stammtisch der Sektion 

Get active!

Liebe Alle,

Der nächste Stammtisch der ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit findet am 23. Jänner 2015 um 19h im Besprechungsraum (Institut für Soziologie, 4.Stock,) statt.

Wir starten mit euch ins neue Jahr um euch die Sektion vorzustellen, alle die sich für das Thema Soziale Ungleichheit interessieren sind eingeladen sich einzubringen und auch gerne selbst aktiv zu werden.

Wir präsentieren unser Programm für 2015, plus die bisherigen Arbeitsschwerpunkte die zum Teil wiederbelebt oder erweitert werden können.

Julia Hofmann stellt an diesem Abend die neu erschienene Publikation „Mythen des Reichtums – Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet“ herausgegeben von BEIGEWUM, Attac und der Armutskonferenz vor.

buch julia

Julia Hofmann ist Mitglied des Sektionsrats Soziale Ungleichheit und im Vorstand vom BEIGEWUM. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der JKU der Universität Linz am Institut für Soziologie, Abteilung Wirtschafts- und Organisationssoziologie.

Der Stammtisch bietet den Rahmen zum Austausch und kann als Einstieg oder Anknüpfungspunkt zur Sektion genutzt werden.

Im Anschluss daran wandert der Stammtisch weiter ins Lokal Stadtkind.

http://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/mythen-des-reichtums/

Wir freuen uns auf euer/Ihr Kommen!
Die ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit

CALL FOR PAPERS: Konjunkturen sozialer Ungleichheitsforschung im Wandel

Panel der ÖGS Sektion Soziale Ungleichheit 2015

Im Panel der ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit stehen Konjunkturen der soziologischen Ungleichheitsforschung in Österreich im Wandel der Zeit im Fokus, sowie Ungleichheitsforschung im interdisziplinären und im internationalen Kontext. Es soll diskutiert werden, wie sich die Erforschung sozialer Ungleichheiten, insbesondere durch die Internationalisierung von Forschung, in den speziellen Soziologien und in interdisziplinären Forschungsfeldern darstellt und verändert hat. Damit verknüpft werden die Fragen aufgeworfen: Welche Folgen haben Internationalisierung und Spezialisierung auf die soziologische Ungleichheitsforschung? Wie tragen welche internationalen Diskurse zur Wissensproduktion im Bereich österreichischer Ungleichheitsforschung bei und vice versa? Wie wirken sich Konjunkturen theoretischer Strömungen in der Soziologie auf die Erforschung sozialer Ungleichheiten aus und welche Ursachen finden sich hierfür etwa in wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen?

Einreichungen sollen einen oder mehrere der folgenden Bereiche thematisieren:

  • Konjunkturen und theoretische Schulen soziologischer Ungleichheitsforschung im Wandel der Zeit
  • Ungleichheitsforschung in den speziellen Soziologien, in interdisziplinären Kontexten oder im internationalen Bereich
  • Gesellschaftliche und wissenschaftliche Wissensproduktionen zu sozialer Ungleichheit
  • Internationalisierung von Ungleichheitsforschung

Kontakt

Beiträge aus den Bereichen der speziellen Soziologien sind ebenso gefragt wie interdisziplinäre Beiträge zum Überthema. Eine Publikation der präsentierten Beiträge ist angedacht. Die Abstracts sollen zwischen 200 und 300 Wörter umfassen und können bis 01.05.2015 an sektion.sozialeungleichheit [at] gmail.com gesendet werden.
https://sozialeungleichheit.wordpress.com/

OEGS_Kongress_Header

11.2014

Bericht der Sektion 2014:

Aus den Aktivitäten der Sektion der Bericht ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit für 2014 ist jetzt online!

10.2014

Ankündigung: Lesung: Arbeitswelten – Armutswelten, 28. April 2014; 19:00 Uhr im Museum Arbeitswelt Steyr: Mitglieder der Sektion, sowie die bekannte Autorin Anna Weidenholzer und Autoren von „Ohne Filter. Arbeit und Kultur in der Tabakfabrik Linz“ lesen Texte zu den genannten Themen vor.

09.04.2014

E I N L A D U N G: Lesung „Gesichter der Arbeit“

Mitglieder der Sektion Soziale Ungleichheit der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie lesen ältere und neuere Texte zur Arbeitswelt, darunter Texte von Victor-Adler und von Rudolf Brunngraber. Als Highlight liest die Linzer Autorin Anna Weidenholzer aus ihrem neuen Roman „Der Winter tut den Fischen gut“ (Residenz Verlag). Anschließend Diskussion.

Wo: Am 5.5. im Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung, Rechte Wienzeile 97, 1050 Wien

Lesungsbeginn 18.00.  Ab 17 Uhr 15 ist der Victor-Adler-Gedenkraum offen.

Kooperationspartner: Österreichische Armutskonferenz, Wiener Armutsnetzwerk, Institut für Soziologie der Universität Wien

Lesung Gesichter der Arbeit