Aktuelles

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Liebe Ungleichheitsinteressierte,
 
Im Wintersemester 2017 findet eine Vorlesungsreihe zum Thema „Soziale Ungleichheit – Neue Ansätze und Nachwuchsperspektiven“ auf der Universität Wien (Institut für Soziologie) statt, die von Mitgliedern der Sektion Soziale Ungleichheit in der Österr. Gesellschaft für Soziologie organisiert wurde.
 
Ziel der Vorlesung ist es, eine Übersicht über neue Ansätze der Ungleichheitsforschung zu bieten. Nach ersten einführenden Sitzungen präsentieren die geladenen (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen ihre Perspektiven auf Soziale Ungleichheit und diskutieren diese mit den TeilnehmerInnen. Globale und Bildungsungleichheiten sowie Armut sind genauso Thema wie Gender, Migration, soziale Bewegungen sowie kulturelle und politische Perspektiven. ReferentInnen sind, neben den LV-LeiterInnen (Cornelia Dlabaja, Julia Hofmann und Alban Knecht), u.a. Karin Fischer, Miriam Rehm und Matthias Schnetzer, Barbara Rothmüller, Stefan Angel, Roland Atzmüller, Carina Altreiter und Saskja Schindler, Michael Parzer, Jakob Hartl sowie Jessica Richter und Ulrich Schwarz.
 
Die Vorlesung findet immer dienstags von 15.00-16.30 im HS 16 im Hauptgebäude der Universität Wien statt.
 
Wer sich zu der Vorlesung anmelden möchte, findet hier den Link zum Vorlesungsverzeichnis: https://ufind.univie.ac.at/de/course.html?lv=230026&semester=2017W
 
Wer sich nicht anmelden möchte, sich aber dennoch für die Vorlesung interessiert, schaut bitte einfach ab dem 3.10. vorbei!
 
Wir freuen uns sowohl über teilnehmende Studierende wie interessierte ZuhörerInnen, die den Vorträgen beiwohnen wollen ohne eine Prüfung abzulegen!
 
Mit besten Grüßen und bis Anfang Oktober!
 
 

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Liebe Interessierte,

Am Montag, den 23.10. findet von 18.30-20.00 der nächste Ungleichheitsstammtisch der Sektion Soziale Ungleichheit am Institut für Soziologie der Uni Wien (4. Stock, Besprechungsraum) statt. Andreas Schadauer von ZARA wird diesmal Teile seiner Dissertation zum Thema:

Zur Quantifizierung von Gesellschaft und sozialer Ungleichheit – Ein Beitrag aus der Wissenschaftsforschung der Sozialwissenschaften.

 vorstellen.

Abstract: Die Produktion der durch Zahlen und Statistiken beschreibbaren Gesellschaft ist nicht nur eine komplizierte Angelegenheit, sondern auch eine, in die viele verschiedene Akteur*innen und Aktanten aus unterschiedlichen sozialen Bereichen (social sites) beteiligt sind. So zumindest werden die Praktiken der Quantifizierung in der Wissenschaftsforschung umschrieben und aufgefasst. In meiner Dissertation habe ich die verschlungenen Produktionswege von zwei zusammenhängenden und umkämpften Erhebungen zu Vermögen in Österreich, auf deren Daten auch Aussagen zur sozialen Ungleichheit rekurrieren (können), selektiv nachgezeichnet. In meinem Vortrag werde ich Schwerpunkte dieser Arbeit vorstellen und thematisieren, wie in fünf verknüpften Bereichen spezifische Formen von Zahlen und Statistiken zu Vermögen geprägt wurden.

Arbeiten der Wissenschaftsforschung zu den Sozialwissenschaften sind allerdings eher rar gesät, weswegen Fragen zum Verhältnis von Sozialwissenschaft und Wissenschaftsforschung und was die Wissenschaftsforschung z.B. zu den schon vorhandenen fachspezifischen Methodendiskussionen beitragen kann, noch weitgehend offen sind. Fragen, die ich beim Stammtisch der Sektion Soziale Ungleichheit anhand meiner Arbeit gerne aufgreifen und mit den Teilnehmer*innen diskutieren würde.

Andreas Schadauer hat das Magisterstudium der Soziologie an der Universität Wien abgeschlossen, nahm am post-graduate training 2009-2012 des Instituts für Höhere Studien (IHS) teil und promovierte 2016 am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Wien. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit zu Fragen der Diskriminierung bei der Arbeitssuche und zu online Hass und Hetze.

Nach dem Stammtisch geht es wie gewohnt in ein Lokal in der Nähe zum netten Beisammensitzen!

Wir freuen uns auf euer/Ihr Kommen!
Die ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit

Call for Papers
Vor!-Konferenz der logo1Armutskonferenz 2018

IDEENREICHTUM.
VOR!-KONFERENZ FÜR JUNGE ARMUTSFORSCHERiNNEN

11. österreichische Armutskonferenz | 5. – 7. März 2018 | Bildungszentrum St. Virgil / Salzburg

Armutskonferenz: Die Armutskonferenz ist ein Netzwerk sozialer Organisationen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen und bietet seit 1995 einen Rahmen für interdisziplinären Austausch und Diskussion rund um das Thema Armut sowie für die Entwicklung neuer Fragen und konkreter Maßnahmen in der Armutsbekämpfung. Die 11. Armutskonferenz mit dem Titel „Achtung. Anerkennung als Wert für eine solidarische Gesellschaft“ befasst sich mit der Frage, welchen Stel-lenwert Anerkennung in Bezug auf Armutsfragen einnimmt. Die Hauptkonferenz bietet theoretische Beiträge renommierter internationaler ForscherInnen, Einsichten in die Praxis der sozialen Arbeit und die Sozialverwaltung sowie die Einbindung Betroffener (www.armutskonferenz.at/termine).

Vor!-Konferenz für junge ArmutsforscherInnen am 5. und 6. März 2018:
• findet 2018 in Kooperation mit der Sektion Soziale Ungleichheit (ÖGS) erstmals statt und erweitert die Armutskonferenz um eine Plattform speziell für NachwuchswissenschaftlerInnen.
• bietet jungen ForscherInnen die Möglichkeit ihre Forschungsprojekte einer interdisziplinären Gruppe von NachwuchsforscherInnen vorzustellen und zu diskutieren sowie an der Hauptkon-ferenz teilzunehmen und sich auszutauschen und zu vernetzen.
• beinhaltet einen Beitrag von Martin Schenk, Armutsexperte der Diakonie und Mitgründer der Armutskonferenz, zum Thema „Armutsforschung in journalistischen Medien verbreiten“.
• wird mit einer Abendveranstaltung abgeschlossen, die gemeinsam mit der Betroffenen-Vor!-Konferenz gestaltet wird.

Thema der Hauptkonferenz: Für Beiträge zur Vor-Konferenz ist eine Anknüpfung an die Thematik der Hauptkonferenz wünschenswert. Das Organisationsteam, bestehend aus Alban Knecht (Armuts-forscher und Lehrbeauftragter der JKU Linz und der FH Campus Wien), Philipp Mendoza (Student der Soziologie und Politikwissenschaft, Tutor am Soziologischen Institut der Universität Wien), Stefanie Stadlober BA MA (Forschungsassistenz am Institut für Wirtschaftssoziologie der Uni Wien) freut sich auf Forschungsarbeiten und Forschungsprojekte aller Disziplinen, welche in einem weiteren Rahmen Armut und soziale Ausgrenzung behandeln und z.B. Gerechtigkeit, Akzeptanz, Neid, Scham, Wohlbefinden, Partizipation (von Nutzern Sozialer Dienste), Teilhabe, Bedeutung Sozialer Arbeit in Anerkennungsprozessen und Armutsvermeidung thematisieren.

Qualifizierte Teilnahme: Bitte reichen Sie ein Abstract (300–500 Wörter) ein und teilen Sie uns mit, ob Sie auf der Vor-Konferenz einen Vortrag halten oder ein Poster präsentieren wollen. Die Ausschreibung richtet sich an ForscherInnen mit angehendem oder abgeschlossenem Master- oder Doktoratsstudium. Ihre Einreichung, möglichst im PDF-Format, senden Sie bitte bis zum 15.10.2017 an Dr. Alban Knecht (aknecht@albanknecht.de).

Einfache Teilnahme: Eine Teilnahme an Vor- und Hauptkonferenz ist für Studierende auch ohne Vortrag / Präsentation möglich. Schreiben Sie uns dazu ein kurzes Motivationsschreiben (ca. 100 Wörter) an aknecht@albanknecht.de
Die Kosten für Teilnahme an Vor- und Hauptkonferenz betragen 160€ und beinhalten zwei Übernachtungen inklusive Frühstück, Mittagessen und Abendessen.

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Nächster Stammtisch der Sektionen Soziale Ungleichheit und Bildungssoziologie am Montag, den 12.6. von 18.00-19.30
Bildungsungleichheiten, Macht und Reformtabus:

Eine kritische Analyse bildungspolitischer Reformprojekte in Luxemburg
Barbara Rothmüller

Wann? Montag, 12.06.2017, 18.00-19.30
Wo? Dekanatsraum (4. Stock), Institut für Soziologie, Rooseveltplatz 2, 1090 Wien
Luxemburg ist nicht nur bekannt als Finanzplatz, sondern gilt auch als
europäisches Einwanderungsland schlechthin. Das kleine Großherzogtum
war aufgrund seines sehr hohen Migrationsanteils früh mit schulischen
Problemen der Mehrsprachigkeit, Bildungsungleichheiten und
gesellschaftlichen Widerständen gegen eine Öffnung für Migrant_innen
konfrontiert, die andere europäische Länder erst in jüngster Zeit als
wichtige Themen entdecken.  Der Vortrag zeigt anhand
von drei ausgewählten Bildungsreformen seit den 1970er Jahren, wie
sich soziale Ungleichheiten und Macht im Feld der Bildung zu
Reformtabus verdichten und welche Rolle dabei die spezifischen
Merkmale der luxemburgischen Migrationsgesellschaft spielen. Im Detail
wird dabei auf die gescheiterte Gesamtschulreform, die Ent- und
Retabuisierung von Sexualpädagogik und schulische Sprachenpolitiken
eingegangen. Im Anschluss an die Präsentation der Forschungsergebnisse
aus dem Dissertationsprojekt von Barbara Rothmüller soll in der
Kooperationsveranstaltung der Sektionen
Bildungssoziologie und Soziale Ungleichheit über das Verhältnis von Bildung, Macht und
Ungleichheiten in gegenwärtigen Migrationsgesellschaften diskutiert
werden.

 

Soziologie zwischen Theorie und Praxis

Österreichischer Kongress für Soziologie

7.12. bis 9.12.2017, Graz

CALL FOR PAPERS

Panels der ÖGS Sektion Soziale Ungleichheit

Vor dem Hintergrund des diesjährigen Konferenzthemas bezieht sich der Call for Papers der Sektion Soziale Ungleichheit auf die folgenden Themenbereiche:

Stream I: Policy Evaluation und ihre Zielgruppen
Dieser Stream fokussiert auf die Rolle der definierten Zielgruppe einer Evaluation.
Dabei sollen insbesondere Forschungsarbeiten, die partizipative Aspekte thematisieren, im Mittelpunkt dieses Streams stehen (z.B. partizipative Methoden und die Umsetzung partizipativer Evaluationen; Auswertung, Analyse und Spezifik der Ergebnisse im Vergleich zu gängigen Evaluationen, Zielgruppen, Verhältnis der partizipativen Erhebung zur Institution, zum Maßnahmenträger usw.).
Weitere Fragen, die in diesem Stream erörtert werden sollen, sind:
Wie relevant und wie stark verbreitet sind partizipatorische Forschungsstrategien bei der wissenschaftlichen Evaluation von politischen Programmen im Bereich der Sozialen Arbeit und Sozialpolitik? Was sind Hemmnisse bzw. begünstigende Rahmenbedingungen für diesen Typus der Evaluationsforschung (in Österreich und darüber hinaus)? Wie(bzw. von wem) werden Zielgruppen sozialpolitischer Evaluationsprojekte definiert? Sehen sich Angehörige von definierten Zielgruppen tatsächlich als Zielgruppe?
Stream II: (open stream) Aktuelle soziologische Forschung zur Sozialen Ungleichheit
Im allgemeinen Stream können aktuelle Forschungsarbeiten eingereicht werden, die sich auf die Analyse und Interpretation sozialer Ungleichheiten beziehen. Bei empirischen Arbeiten ist idealerweise ein Bezug zu Europa bzw. zu Österreich gegeben. Abstracts zu folgenden Themen sind besonders erwünscht:
– Entwicklungen sozialer Ungleichheiten seit 2008 im Kontext von Austerität, Rechtspopulismus,Renationalisierung sowie sich ändernden Herausforderungen an soziale Ungleichheitsforschung durch den sozio-demographischen Wandel (etwa Alter und Migration). Gewünscht ist in diesem Kontext auch die Diskussion der theoretischen und methodischen Grundlagen der jeweiligen
Forschungsarbeiten.
– Neue theoretische Entwicklungen und Kontroversen der sozialwissenschaftlichen Ungleichheitsforschung und aktuelle Diskurse aus den speziellen Soziologien
– Methodische und methodologische Herangehensweisen zur Erforschung von sozialer Ungleichheit
– Mechanismen der Stratifizierung in der österreichischen Gesellschaft (z.B. Bildung, Arbeit, Gesundheit, Sozialpolitik etc.)
Zu beiden Streams können ab sofort Vortragsangebote eingereicht werden. Aussagekräftige Abstracts (max. 300 Wörter) mit Beschreibung der Forschungsfrage, des theoretischen Konzepts und
bei empirischen Arbeiten zusätzlich der methodischen Vorgehensweise sowie (vorläufigen) Ergebnissen bitte bis spätestens 28.4.2017 an sektion.sozialeungleichheit@gmail.com senden.

SAVE THE DATE
NÄCHSTER STAMMTISCH
der SEKTION SOZIALE UNGLEICHHEIT

Mi, 5. April 2017, 17-19 Uhr
Ort: Uni Wien, Institut für Soziologie, Besprechungsraum 4. Stock

Carina Altreiter: KLASSE – Zur Aktualität eines totgesagten Begriffs

Von „sozialen Klasse“ traut sich, so scheint es, heutzutage kaum mehr jemand in seriöser Weise zu sprechen. Einst zentraler Kampfbegriff der ArbeiterInnenbewegung, wie auch bedeutender analytischer Begriff in der Soziologie, fristet er im deutschsprachigen Raum seit einiger Zeit ein eher kümmerliches Dasein.

In ihrem Vortrag spannt Carina Altreiter einen Bogen von der Proklamation des Endes der Klassengesellschaft hin zu neueren Entwicklungen einer von Bourdieu inspirierten Klassenforschung und zeigt am Beispiel von Fallgeschichten junger Industriearbeiter und Industriearbeiterinnen was analytisch zu gewinnen ist, wenn man sich mit einer Klassenbrille sozialen Phänomenen nähert.

Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich soziale Herkunft in den Bildungs- und Erwerbsverläufen der jungen ArbeiterInnen entfaltet, aber auch wie ein klassenspezifischer Habitus die Auseinandersetzung mit Anforderungen und Herausforderungen an konkreten Arbeitsplätzen vermittelt.

 

Jahreshauptversammlung am 18.1.2017

Liebe Mitglieder der ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit, liebe Interessierte,
2016 nähert sich dem Ende zu; dementsprechend senden wir euch/Ihnen einen Rückblick und Ausblick der Aktivitäten der Sektion zu.

Die nächste Jahreshauptversammlung wird am  18.1.2017 von 18.00-19.00 stattfinden (Institut für Soziologie, Uni Wien, 4.Stock, Dekanatsraum). Dazu möchten wir Sie/euch recht herzlich einladen.

Tagesordnungspunkte: Vorstellungsrunde, Wahl des Sektionsrates, Rückblick, Ausblick 2017 (inkl. Vorschläge für neue Projekte)

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Umtrunks (vermutlich im Gangl, tba). Wir freuen uns auf dein/Ihr Kommen!

Einen schönen Jahresausklang wünscht
der Sektionsrat der ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit

 

Soziologische Beschäftigungsverhältnisse im Wandel

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS)

2. Dezember 2016, 13.30 Uhr; Seminarraum 3, Institut für Soziologie, Universität Wien, Rooseveltplatz 2, 1.Stock, 1090 Wien

Welchen Herausforderungen steht der österreichische soziologische Nachwuchs beim Eintritt in den (forschungsorientierten?) Arbeitsmarkt gegenüber? Was daran ist spezifisch für die Soziologie? Was wissen wir über die Situation von NachwuchssoziologInnen und was können wir tun, um sie zu verbessern? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die jungen ForscherInnen selbst, sondern auch deren MentorInnen und potentiellen ArbeitgeberInnen. Die ÖGS greift das Thema im unmittelbaren Vorfeld der Generalversammlung auf, um das Bewusstsein der österreichischen Soziologie für die Problematik zu schärfen, die oft emotional geführten Debatten mit Zahlen, Daten und Fakten zu versachlichen, und eine lösungsorientierte Diskussion im Fach auf den Weg zu bringen.
Vortragende:
Andreas Baierl (Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien, ÖIF): „Zahlen und Fakten zu Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft“
Martin Unger (Institut für Höhere Studien): „Soziologie – und dann? Der Eintritt in den (forschenden) Arbeitsmarkt“
Katharina Kreissl (Wirtschaftsuniversität Wien): „Welcome to the jungle? – Wissenschaftlicher Nachwuchs zwischen struktureller Prekarität und individuellen Freiräumen“
Moderation: Katharina Scherke

 

Nächster UNGLEICHHEIT-STAMMTISCH
am 15.11.2016 (18.30, Institut für Soziologie, Uni Wien, 4. Stock, Besprechungsraum)

Überleben in der Krisenzeit, Niederösterreich und Wien 1914–50

In ihrem Vortrag berichten Jessica Richter und Ulrich Schwarz  (beide Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten http://www.ruralhistory.at/de) aus ihrer Forschungsarbeit zu Migration und Ernährung in der Phase vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zu den Nachwehen des Zweiten Weltkriegs. Diese Periode war einerseits durch politische Krisen der instabilen Etablierung demokratischer Institutionen und deren Auflösung im Austrofaschismus und Nationalsozialismus, andererseits durch eine stagnierende Wirtschaftsentwicklung, wiederholt hohe Erwerbslosigkeit, Armut und die Neuverhandlung von Staatsbürger_innenschaft und Zugehörigkeit geprägt. Wie organisierten ärmere Bevölkerungsschichten ihr (Über-)Leben in Krisenzeiten? Welche Schritte setzten Behörden, um Versorgung zu gewährleisten sowie unterschiedliche Einkommensmöglichkeiten zu unterstützen, sanktionieren oder zu hierarchisieren?

Außerdem stellen Jessica Richter und Ulrich Schwarz die Initiative „fernetzt – Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte“ http://fernetzt.univie.ac.at vor, die seit über fünf Jahren junge Forscher*innen der Geschichte und verwandter Fächer zusammenbringt und gemeinsame Projekte verwirklicht.

 

Nächster UNGLEICHHEIT-STAMMTISCH am 31.5.2016 (Uni Wien)

Der nächste Stammtisch der Sektion Soziale Ungleichheit findet am 31. Mai, 19 Uhr, im Soziologischen Institut der Uni Wien, statt. Camilo Molina wird zum Dachausbau in der Leopoldstadt vortragen. Anschließend fröhliches Beisammensein im Gargarin. Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Zum Vortrag

Camilo Molina beschäftigt sich mit der Frage in welchem Verhältnis die Nutzung von Dachwohnungen und der Ausbau von Dächern zu Veränderung des Stadtviertels verhält. Führen Dachausbauten zur sozialen Durchmischung oder eher zur Entmischung der Bewohnerinnen? Welchen Bedeutung haben Dachwohnungen für Gentrifizierungsprozesse? Anhand von amtlichen Daten und einer BewohnerInnenbefragung untersucht Camilo die Entwicklungen im zweiten Bezirk. Die Vielfalt der Wohnsituationen widersprechen einfachen Erklärungsmodellen rund um die Nachverdichtung innerstädtischer Wohnviertel.

 

Präsentation Kurswechsel Heft 2 (2015): Vermögensungleichheit, Kapitalismus und Demokratie

Dienstag, 3.11.2015, 19.00-21.00 (WU Wien: Galerie, Teaching Center)

Seit einigen Jahren hat sich die öffentliche und wissenschaftliche Debatte über die Verteilung von Einkommen und Vermögen spürbar intensiviert und durch Thomas Pikettys Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ weiter an Fahrt gewonnen. Die Aufbereitung neuer Datenquellen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse waren zentral, um die extrem schiefe Vermögensverteilung in den Blickpunkt zu rücken. Doch die Fragen, die sich aus diesen empirischen Einblicken ergeben, sind fundamentaler. Wie entsteht eine solch drastische Vermögensungleichheit im Kapitalismus? Durch welche Mechanismen und Wirkungskanäle wird sie aufrechterhalten? Über welche Kanäle wirkt ungleiche Vermögensverteilung auf demokratische Prozesse? Und welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für progressive Kräfte in Wirtschaftswissenschaft und -politik?
Die aktuelle Ausgabe des Kurswechsels versucht eine Annäherung an diese Fragestellungen, und beleuchtet (Re-)Produktion von Vermögensungleichheit im Kapitalismus. Bei der Präsentation, diskutieren AutorInnen der Ausgabe über diese Fragen. Nähere Informationen zur Ausgabe des Kurswechsels unter: http://www.beigewum.at/kurswechsel/

Programm:

Eröffnung & Moderation (Stefan Humer; Economics of Inequality, Wirtschaftsuniversität Wien)

Verteilungstendenzen im Kapitalismus (Bernhard Schütz; Ökonom am Institut für Volkswirtschaftslehre der JKU Linz)
Von den Leistungswilligen, Kreativen und Innovationstüchtigen (Julia Hofmann; Universitätsassistentin am Institut für Soziologie der JKU Linz, Redakteurin „Kurswechsel“)
Vermögenskonzentration und Macht (Matthias Schnetzer; Referent für Verteilungsfragen in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien, Lektor an der WU Wien)
Perspektiven und Grenzen pluraler Ökonomie (Franziska Disslbacher; VWL-Studentin, Projektmitarbeiterin an der WU Wien, aktiv in Studienvertretung und der Gesellschaft für Plurale Ökonomik)

Eine Veranstaltung von InEq, Beigewum und der Sektion Soziale Ungleichheit

 

Panels der Sektion beim ÖGS-Kongress 2015

Soziologie in Österreich – Internationale Verflechtungen

Ort: Universität Innsbruck
Zeit: 1.-3. Oktober 2015

Panel der ÖGS Sektion Soziale Ungleichheit: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung
Im Panel der ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit stehen Konjunkturen der soziologischen Ungleichheitsforschung in Österreich im Wandel der Zeit im Fokus, sowie Ungleichheitsforschung im interdisziplinären und im internationalen Kontext. Es soll diskutiert werden, wie sich die Erforschung sozialer Ungleichheiten, insbesondere durch die Internationalisierung von Forschung, in den speziellen Soziologien und in interdisziplinären Forschungsfeldern darstellt und verändert hat. Damit verknüpft werden die Fragen aufgeworfen: Welche Folgen haben Internationalisierung und Spezialisierung auf die soziologische Ungleichheitsforschung? Wie tragen welche internationalen Diskurse zur Wissensproduktion im Bereich österreichischer Ungleichheitsforschung bei und vice versa? Wie wirken sich Konjunkturen theoretischer Strömungen in der Soziologie auf die Erforschung sozialer Ungleichheiten aus und welche Ursachen finden sich hierfür etwa in wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen?

Session 1: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung I 

Moderation: Cornelia Dlabaja

  1. Herwig Meyer: Verstärkte Fokussierung auf das oberste Prozent
  2. Andrea Hense: Prekarität als Chiffre für die neue soziale Frage im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs
  3. Frank Welz: Wo warst du, Soziologie? Ungleichheitsanalysen von 1955-1985 und 1986-2015 im Vergleich

Session 2: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung II 

Moderation: Stefan Angel

  1. Cornelia Dlabaja: Stadt und Soziale Ungleichheit – Ein Forschungsgegenstand im Wandel
  2. Alban Knecht: Sozialinvestitionen und Humankapitalbildung – Die Neuentdeckung der Kindheit
  3. Bettina Leibetseder: Sozialpolitik – ein normativer Zugang
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