Aktuelles

logo1Soziologische Beschäftigungsverhältnisse im Wandel

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS)

2. Dezember 2016, 13.30 Uhr; Seminarraum 3, Institut für Soziologie, Universität Wien, Rooseveltplatz 2, 1.Stock, 1090 Wien

Welchen Herausforderungen steht der österreichische soziologische Nachwuchs beim Eintritt in den (forschungsorientierten?) Arbeitsmarkt gegenüber? Was daran ist spezifisch für die Soziologie? Was wissen wir über die Situation von NachwuchssoziologInnen und was können wir tun, um sie zu verbessern? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die jungen ForscherInnen selbst, sondern auch deren MentorInnen und potentiellen ArbeitgeberInnen. Die ÖGS greift das Thema im unmittelbaren Vorfeld der Generalversammlung auf, um das Bewusstsein der österreichischen Soziologie für die Problematik zu schärfen, die oft emotional geführten Debatten mit Zahlen, Daten und Fakten zu versachlichen, und eine lösungsorientierte Diskussion im Fach auf den Weg zu bringen.
Vortragende:
Andreas Baierl (Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien, ÖIF): „Zahlen und Fakten zu Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft“
Martin Unger (Institut für Höhere Studien): „Soziologie – und dann? Der Eintritt in den (forschenden) Arbeitsmarkt“
Katharina Kreissl (Wirtschaftsuniversität Wien): „Welcome to the jungle? – Wissenschaftlicher Nachwuchs zwischen struktureller Prekarität und individuellen Freiräumen“
Moderation: Katharina Scherke

 

Nächster UNGLEICHHEIT-STAMMTISCH
am 15.11.2016 (18.30, Institut für Soziologie, Uni Wien, 4. Stock, Besprechungsraum)

Überleben in der Krisenzeit, Niederösterreich und Wien 1914–50

In ihrem Vortrag berichten Jessica Richter und Ulrich Schwarz  (beide Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten http://www.ruralhistory.at/de) aus ihrer Forschungsarbeit zu Migration und Ernährung in der Phase vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zu den Nachwehen des Zweiten Weltkriegs. Diese Periode war einerseits durch politische Krisen der instabilen Etablierung demokratischer Institutionen und deren Auflösung im Austrofaschismus und Nationalsozialismus, andererseits durch eine stagnierende Wirtschaftsentwicklung, wiederholt hohe Erwerbslosigkeit, Armut und die Neuverhandlung von Staatsbürger_innenschaft und Zugehörigkeit geprägt. Wie organisierten ärmere Bevölkerungsschichten ihr (Über-)Leben in Krisenzeiten? Welche Schritte setzten Behörden, um Versorgung zu gewährleisten sowie unterschiedliche Einkommensmöglichkeiten zu unterstützen, sanktionieren oder zu hierarchisieren?

Außerdem stellen Jessica Richter und Ulrich Schwarz die Initiative „fernetzt – Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte“ http://fernetzt.univie.ac.at vor, die seit über fünf Jahren junge Forscher*innen der Geschichte und verwandter Fächer zusammenbringt und gemeinsame Projekte verwirklicht.

 

Nächster UNGLEICHHEIT-STAMMTISCH am 31.5.2016 (Uni Wien)

Der nächste Stammtisch der Sektion Soziale Ungleichheit findet am 31. Mai, 19 Uhr, im Soziologischen Institut der Uni Wien, statt. Camilo Molina wird zum Dachausbau in der Leopoldstadt vortragen. Anschließend fröhliches Beisammensein im Gargarin. Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Zum Vortrag

Camilo Molina beschäftigt sich mit der Frage in welchem Verhältnis die Nutzung von Dachwohnungen und der Ausbau von Dächern zu Veränderung des Stadtviertels verhält. Führen Dachausbauten zur sozialen Durchmischung oder eher zur Entmischung der Bewohnerinnen? Welchen Bedeutung haben Dachwohnungen für Gentrifizierungsprozesse? Anhand von amtlichen Daten und einer BewohnerInnenbefragung untersucht Camilo die Entwicklungen im zweiten Bezirk. Die Vielfalt der Wohnsituationen widersprechen einfachen Erklärungsmodellen rund um die Nachverdichtung innerstädtischer Wohnviertel.

 

Präsentation Kurswechsel Heft 2 (2015): Vermögensungleichheit, Kapitalismus und Demokratie

Dienstag, 3.11.2015, 19.00-21.00 (WU Wien: Galerie, Teaching Center)

Seit einigen Jahren hat sich die öffentliche und wissenschaftliche Debatte über die Verteilung von Einkommen und Vermögen spürbar intensiviert und durch Thomas Pikettys Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ weiter an Fahrt gewonnen. Die Aufbereitung neuer Datenquellen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse waren zentral, um die extrem schiefe Vermögensverteilung in den Blickpunkt zu rücken. Doch die Fragen, die sich aus diesen empirischen Einblicken ergeben, sind fundamentaler. Wie entsteht eine solch drastische Vermögensungleichheit im Kapitalismus? Durch welche Mechanismen und Wirkungskanäle wird sie aufrechterhalten? Über welche Kanäle wirkt ungleiche Vermögensverteilung auf demokratische Prozesse? Und welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für progressive Kräfte in Wirtschaftswissenschaft und -politik?
Die aktuelle Ausgabe des Kurswechsels versucht eine Annäherung an diese Fragestellungen, und beleuchtet (Re-)Produktion von Vermögensungleichheit im Kapitalismus. Bei der Präsentation, diskutieren AutorInnen der Ausgabe über diese Fragen. Nähere Informationen zur Ausgabe des Kurswechsels unter: http://www.beigewum.at/kurswechsel/

Programm:

Eröffnung & Moderation (Stefan Humer; Economics of Inequality, Wirtschaftsuniversität Wien)

Verteilungstendenzen im Kapitalismus (Bernhard Schütz; Ökonom am Institut für Volkswirtschaftslehre der JKU Linz)
Von den Leistungswilligen, Kreativen und Innovationstüchtigen (Julia Hofmann; Universitätsassistentin am Institut für Soziologie der JKU Linz, Redakteurin „Kurswechsel“)
Vermögenskonzentration und Macht (Matthias Schnetzer; Referent für Verteilungsfragen in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien, Lektor an der WU Wien)
Perspektiven und Grenzen pluraler Ökonomie (Franziska Disslbacher; VWL-Studentin, Projektmitarbeiterin an der WU Wien, aktiv in Studienvertretung und der Gesellschaft für Plurale Ökonomik)

Eine Veranstaltung von InEq, Beigewum und der Sektion Soziale Ungleichheit

 

Panels der Sektion beim ÖGS-Kongress 2015

Soziologie in Österreich – Internationale Verflechtungen

Ort: Universität Innsbruck
Zeit: 1.-3. Oktober 2015

Panel der ÖGS Sektion Soziale Ungleichheit: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung
Im Panel der ÖGS-Sektion Soziale Ungleichheit stehen Konjunkturen der soziologischen Ungleichheitsforschung in Österreich im Wandel der Zeit im Fokus, sowie Ungleichheitsforschung im interdisziplinären und im internationalen Kontext. Es soll diskutiert werden, wie sich die Erforschung sozialer Ungleichheiten, insbesondere durch die Internationalisierung von Forschung, in den speziellen Soziologien und in interdisziplinären Forschungsfeldern darstellt und verändert hat. Damit verknüpft werden die Fragen aufgeworfen: Welche Folgen haben Internationalisierung und Spezialisierung auf die soziologische Ungleichheitsforschung? Wie tragen welche internationalen Diskurse zur Wissensproduktion im Bereich österreichischer Ungleichheitsforschung bei und vice versa? Wie wirken sich Konjunkturen theoretischer Strömungen in der Soziologie auf die Erforschung sozialer Ungleichheiten aus und welche Ursachen finden sich hierfür etwa in wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen?

Session 1: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung I 

Moderation: Cornelia Dlabaja

  1. Herwig Meyer: Verstärkte Fokussierung auf das oberste Prozent
  2. Andrea Hense: Prekarität als Chiffre für die neue soziale Frage im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs
  3. Frank Welz: Wo warst du, Soziologie? Ungleichheitsanalysen von 1955-1985 und 1986-2015 im Vergleich

Session 2: Konjunkturen der Ungleichheitsforschung II 

Moderation: Stefan Angel

  1. Cornelia Dlabaja: Stadt und Soziale Ungleichheit – Ein Forschungsgegenstand im Wandel
  2. Alban Knecht: Sozialinvestitionen und Humankapitalbildung – Die Neuentdeckung der Kindheit
  3. Bettina Leibetseder: Sozialpolitik – ein normativer Zugang